Neuapostolische Kirche in Hannover

Hannover

1. Preis Realisierungswettbewerb 2012

Umsetzung 2013 - 2016

Auftraggeber: Neuapostolische Kirche Mitteldeutschland

Der Bau einer Kirche und der umliegenden Gebäude bedeutet einerseits eine Herausforderung, der ganz besonderen Bedeutung und Nutzung Rechnung zu tragen und andererseits großen Spaß, den Mittelpunkt einer Kichengemeinde gestalten zu dürfen.

Das Gebäudeensemble aus Kirche mit Gemeindezentrum und zwei Wohnungsgebäuden gliedert sich von Westen nach Osten in einem städtebaulichen Dreiklang. Die drei Baukörper fügen sich zwischen den erhaltenswerten und prägenden Baumgruppen auf dem Grundstück ein.

Die besondere Stellung des Kirchengebäudes wird durch die Heraushebung des Lichtturmes über dem Altarbereich nach Innen und Außen markiert. Das Gebäude des Kirchenzentrums wird so in seiner Funktion als Sakralgebäude wahrgenommen, gleichzeitig verbinden sich die Baukörper über die Fassadenmaterialien. Das neue Gemeindezentrum vermittelt und fördert die Offenheit und den Zusammenhalt der Gemeinschaft: Eine einladende Stätte.

Das Material- und Farbkonzept ist reduziert und beschränkt sich im Wesentlichen auf Eichenholz, Beton und geputzte Wandflächen.

Kirchenfenster
Die Kirchenfenster verleihen dem Kirchengebäude durch drei Elemente einen besonderen Charakter: Die Farbstimmung der einzelnen Glasflächen, die Gegensätzlichkeit der Farben untereinander und das grafische Muster des Baum-Motivs. Die einzelne Farbe tritt sehr fein und zart auf und kann dem Betrachter eine Stimmung vermitteln, die der Ruhe und Konzentration im Kirchenraum entspricht. Auf einen weiteren narrativen Aspekt wurde in der Gestaltung dieser Fenster ganz bewusst verzichtet. Die Stimmung, die durch die Farbe entsteht und die je nach Lichteinfall und Tageszeit sehr verschieden sein kann, ist wesentlicher Ausdruck.

Wohnräume
Die Wohnbebauung bietet unterschiedlichen Menschengruppen wertigen Lebensraum. Die Geschosse der Wohngebäude sind in ihrer Struktur insgesamt nutzungsneutral. Der vertikale Aufzugs- Treppen- und Versorgungskern ist so angeordnet, dass bis zu sechs Einheiten je Ebene möglich sind. Alle Wohnungen sind barrierefrei und verfügen über eigene Außenflächen. Im jeweiligen Erdgeschoss befinden sich die von Norden erschlossenen Lobbys einschließlich Abstellraum für Fahrräder oder Kinderwagen.

Fotos: Olaf Mahlstedt | http://www.olafmahlstedt.de/