Wohnen an der Geeste

Bebauungsstudie Folkert-Potrykus-Straße

Bremerhaven

2015

Auslober: Seestadt-Immobilien Wirtschaftsbetrieb der Stadt Bremerhaven

Ideenwettbewerb 2. Preis


STÄDTEBAU Das Projekt schlägt drei Zeilen mit 18 Wohneinheiten mit unterschiedlicher Breite in Reihenbauweise vor. Das Quartier bietet verdichtetes, urbanes Wohnen in der Nähe zum Zentrum Bremerhavens mit differierenden Grundrisstypen für individuelle Bedürfnisse an. Die Nord-Süd-Ausrichtung des Ensembles ermöglicht nicht nur für jede Einheit eine optimale Belichtung sowie besonnte Privatgärten, sondern auch einen Bezug zum grünen Geesteufer.

ÜBERGÄNGE
Von den drei Wohnstraßen aus, welche am östlichen Ende als Fußwege in den Geestewanderweg übergehen, werden die einzelnen Wohneinheiten über eingezogene Eingangsbereiche mit Vordächern erschlossen. Zur Anbindung an die Folkert-Potrykus-Straße werden die jeweils äußeren Endhäuser von Westen aus erschlossen. Halbprivate Vorzonen bei den Eingängen mit einem, beziehungsweise am Rand mit zwei Parkplätzen und Fahrradabstellmöglichkeiten erhalten Pflanzzonen, große Küchenfenster und teilweise Sitzbänken davor, um eine Kommunikation zwischen dem eine Stufe erhöhten Innen und Außen zu ermöglichen. Sie gestalten derart den Übergang von der öffentlichen Straße zum privaten Inneren.

FREIRAUM
Neben den Vorbereichen erhält jedes Haus im Süden, beziehungsweise als Endhaus zusätzlich im Osten oder Westen, einen Privatgarten mit einem Holzdeck als Terrasse und einem Geräteschuppen. Ergänzt werden diese privaten Außenbereiche durch Dachterrassen, die teilweise mit berankbaren Holzpergolen überspannt werden.
Die Wohnstraßen weisen zuzüglich gemeinschaftliche Außenbereiche auf, welche einerseits Müllhäuschen, weitere Fahrradstellplätze und insgesamt fünf Gästeparkplätze vorsehen und andererseits im Übergangsbereich zum Geestewanderweg begrünte Zwischenzonen mit Sitzbänken aufweisen.

WOHNTYPOLOGIEN
Die Wohneinheiten bieten verschiedene Wohnungstypen für unterschiedliche Familiengrößen und diverse Ansprüche an das Wohnen an: von Wohnen im schmalen Haus für Kleinfamilien und Paare, über einen Altbremer-Haustypus, bis hin zum Wohnen für Familien mit bis zu drei Kindern.
Dabei bilden die einzelnen Häuser innerhalb ihrer Zeile eine Einheit, sind jedoch durch tief liegende Fensterflächen im zweiten Obergeschoss sowie eingeschnittene Dachterrassen jeweils individuell gegliedert.

FASSADE
Auch auf der Fassadenebene werden die Gebäude auf unterschiedliche Weise strukturiert: Die Klinkerverblendung erhält auf Höhe der Geschossdecken horizontale Gesimse, zwischen denen sich die Fenster aufspannen. Jene bestehen aus einem bis vier Grundmodulen, welche zusätzlich durch Filigranmauerwerk, ornamentierte Absturzsicherungen an den Längsseiten oder Klappläden an den Querseiten akzentuiert werden. Die Eingangsbereiche setzen sich durch eine andere Materialität zusätzlich ab und markieren die aus der Kubatur herausgeschälten Zugänge.
Die Gestaltung der Gebäude soll langlebig im Hinblick auf ökologische Zusammenhänge erfolgen und durch ihre Detaillierung zudem gleichzeitig langfristig ästhetischen Anforderungen entsprechen.