Bremer Shakespeare Company

Bremen

2012

Auftraggeber: Sondervermögen Immobilien und Technik der Stadtgemeinde Bremen, Vertreten durch Immobilien Bremen AöR

Knapp 16 Monate nach dem Start der Baumaßnahmen konnte die einstige Schulaula wieder dem Ensemble zur Nutzung übergeben werden.

23 Jahre hatte die „Company“ die zum Theater umgebauten Räume der Schule genutzt. Was 1988 eigentlich als reine Übergangslösung gedacht war, wurde zum Dauerzustand, bis eine Sanierung des Gebäudes unausweichlich war. Insbesondere die veralteten Brandschutzvorkehrungen mussten dringend erneuert und auf den aktuellen technischen Stand gebracht werden. Darüber hinaus sollten die Arbeitsbedingungen für das weit über die Grenzen Bremens bekannte Ensemble verbessert werden.

Dafür wurde zunächst ein Teil des Theatergebäudes abgetragen, wobei der Zuschauerraum erhalten blieb. Auch das ehemalige Hausmeisterhaus mitsamt eines alten Kellergeschosses fiel der Spitzhacke zum Opfer. An ihre Stelle trat ein funktionaler Neubau für die Bühne und die Hinterbühne, der zudem Platz bietet für die Künstlergarderoben, Sanitär- und Technikräume sowie für den Kostümfundus.

Im nächsten Bauabschnitt ging es mit Hilfe eines versierten Fachplaners für Bühnentechnik an die Ausstattung des Bühnenraumes, dessen lichte Höhe nun etwa 8,50 Meter statt der früheren 5,50 Meter beträgt. Dadurch wurde es möglich, begehbare, rund um die Bühne führende Beleuchterbrücken und eine fahrbare Portalbrücke zu installieren, was künftig schnelle Umbauten ermöglichen wird. Der Clou ist die Bühnenmaschinerie mit acht durch Elektromotoren betriebenen Punktzügen, was die Flexibilität bei der Gestaltung von Bühnenbildern deutlich erweitert.

Zusätzlich zum im Vergleich zur früheren Hausmeisterwohnung um drei Meter größeren Neubau wurde auch ein kleiner Anbau für das Foyer errichtet, um den zuvor sehr beschränkten Eingangsbereich zu erweitern. Insgesamt wurde die Bruttogrundfläche des Theaters um ca. 540 Quadratmeter vergrößert. Zudem ist eine Fläche von rund 2250 Quadratmetern saniert worden, wobei das Augenmerk in erster Linie auf den brandschutztechnischen Installationen lag.

Fotos: gruppeomp & Caspar Sessler, Bremen | http://www.casparsessler.com