Hotel Norderney

Norderney

2011

Auftraggeber: G. Pohlmann

Im Sinne einer Bäderarchitektur entsteht ein Gebäude, dass sich mit der Nachbarschaft, dem Ort und der Region verbindet ohne sich anzubiedern. Die Idee der Bäderarchitektur soll in die Gegenwart getragen werden. Es entsteht ein Haus dessen Qualitäten deutlich in der Vergangenheit verankert sind. Ein Neubau mit Altbau-Qualitäten, Altbau-Emotionen mit Neubau-Qualitäten. Das Gebäude am Damenpfad greift typologische Besonderheiten des Ortes auf. Es gibt wieder eine Lohne, die die Straße mit dem Hof verbindet, eine vorgelagerte Veranda, wie bei den benachbarten Gebäuden und einen Zwerggiebel, der die Trauflinie bricht und dem Baukörper die nötige Komplexität gibt.

Stehende Fensterformate verweisen auf die Architektur vor der klassischen Moderne. Die ornamentierten Geländer werden als Stilelement der vergangenen Bäderarchitektur aufgegriffen. Insbesondere im Inneren des Hauses, werden Schlüsselreize des modernen Komforts angesprochen. Individuelle Wohnungen, ein angenehm großzügiger Eingangsbereich, einfache und komfortable Wege, unerwartete Blicke, wertige Materialien, differenziertes Licht, angenehme Akustik und ein künstlerisch anspruchsvoller Umgang mit Medientechnik. Das Mobiliar soll gleichzeitig vertraute und ungewöhnliche Stimmung vermitteln. Das Haus hat Charakter, ist verankert in der Geschichte, definiert am Ort, selbstbewusst und vornehm in der Nachbarschaft, und klar im hier und jetzt.

Das Haus soll dazu beitragen, dass der Ort seine Geschichte erhält. Es soll nicht die Originalität, es soll die Qualität des Alten und des Neuen gefeiert werden. Es ist ein Haus zwischen Heimat und Fernweh.