La Maison Qui Rit

Rastede

2011

Auftraggeber: Familie Ohlenbusch

Ziel war es, ein Wohnhaus zu erstellen, das den Grundriss des traditionellen niederländischen Reihenhauses für ein Einfamilienhaus neu interpretiert. Das abgeleitete Grundrissformat von 5 x 12,5 Meter schafft das gewünschte lineare Wohnen bei optimierter Raumnutzung, sodass auf einer relativ kleinen Grundfläche Großzügigkeit durch lange Blickachsen entsteht. Die Schmalheit soll dem Betrachter dabei von aussen durchaus präsentiert werden. Dies geschieht durch die unlogisch erscheinende Anordnung der Firstrichtung quer zur Länge des Gebäudes.

Insgesamt besitzen die Fassaden bewusst einen symmetrischen Grundaufbau, der asymmetrisch durchbrochen wird.

Das Haus qui rit spielt mit den Maßstäben, denn die Giebelansicht ist großformatig angelegt, die Straßenansicht dabei schmal und zurückhaltend. Beim Rundgang um das Haus wechseln sich groß und klein ständig ab. Die minimierte Wohnfläche von insgesamt 110 Quadratmetern ist deutlich geringer als im gewohnten Einfamilienhaus und schafft damit aus sich selbst heraus Nachhaltigkeit. Für das Energiekonzept gilt: jede Fläche, die ich gar nicht habe, muss auch nicht beheizt oder energetisch versorgt werden.

Einen bewusst scharfen und kubischen Kontrast zur umgebenden dörflichen Struktur bildet die Farbe, die für den Putzbau in urbanem Anthrazit gewählt wurde.

Fotos: Caspar Sessler, Bremen | http://www.casparsessler.com